Tauchrevier Deutschland im Interview mit "Der Taucherblog"

2017 Tauchen im Stechlin

11.05.2017, Stechlinsee (Brandenburg)

Das Frühjahr steht im Tauchrevier Deutschland ganz im Zeichen der Reproduktion. Die Fische kehren bei einer Wassertemperatur von ca. 10 Grad Celsius aus ihren Winterquartieren zurück in die Flachbereiche zur Eiablage. Der Zander gehört zu den frühen Ablaichern der heimischen Fischfauna. Und auf genau diesen Räuber hatten wir es abgesehen. Dem Tipp eines Bekannten folgend, fuhren wir nach Mecklenburg-Vorpommern zum Vilzsee bei Diemitz, der wohl für seine Zandergruben bekannt sein soll.

Vorbei an blühenden Rapsfeldern bei traumhaftem Frühlingswetter fahren wir gen Norden, wo Brandenburg Mecklenburg-Vorpommern küsst. Immer wieder muss ich anhalten, um mich an der Blütenpracht satt zu sehen. Die Ostprignitz ist ein wunderschöner Landstrich. Wasser wohin man schaut, Titzowsee, Großer Prebelowsee, Labussee und viele, viele andere verbunden mit Kanälen bilden eine einmalige Wasserlandschaft. Treffpunkt ist die Badewiese am Vilzsee im Süden Mecklenburg-Vorpommerns.

Vilzsee und Labussee

Gut, der Zander liebt trübes Wasser, um seine geniale Sehfähigkeit bei der Jagd auszuspielen, das war mir durchaus bekannt. Doch vor uns liegt unter strahlend blauem Himmel ein brauner, beinah „unsichtbarer“ See. Ein Badegewässeraushang der zuständigen Behörde dokumentiert eine jahresdurchschnittliche Sichtweite von 1,1 Meter. Von diesen Idealwerten scheint der zur Müritz-Havel-Wasserstraße gehörende Vilzsee weit entfernt. Ein wirklich eutropher See.

Ein Plan B muss her, denn ehe wir hier einen Zander entdecken, hat uns dieser bereits attackiert, weil wir in seinen Brutbereich unwillentlich eingedrungen sind. Die Wahl fällt auf den Stechlinsee, nur eine gute halbe Stunde von hier entfernt. Mein letzter Tauchgang in diesem Klarwassersee liegt ohnehin schon eine Weile zurück.

Tauchbasis Stechlinsee

Wenngleich ein wenig überrascht, so wurden wir sehr freundlich vom Basisleiter Micha der ansässigen „Tauchbasis Stechlinsee“ empfangen. Seit einigen Monaten betreibt „Atlantis Berlin“ die einzige Basis vor Ort. Da wir uns hier in einem Naturschutzgebiet befinden, ist das Tauchen in dem eiszeitlichen Gewässer durch Naturschutzauflagen reglementiert. Nachttauchgänge sind untersagt, die Anzahl der Tagestauchgänge ist limitiert und der Tauchbereich im See begrenzt.

Tauchen im Stechlin

Die Anmeldung und Einweisung ist schnell gemacht. Wir schnacken noch ein wenig mit Micha über Dies und Das der Taucherwelt. Man kennt sich. Dann werfen wir unsere schwarze Taucherkluft über und geben uns ganz dem Stechlinsee hin. Wir tauchen Richtung Westen, Richtung Halbinsel. Der See fällt an dieser Stelle sehr flach ab. Lange Zeit tauchen wir nicht tiefer als 4 Meter. Die Makrophytenwelt ruht noch unter den Ablagerungen der vergangenen Saison. Vorsichtig durchstoßen erste Triebe von Wasserpest, Ährenblatt und verschiedener Leuchterlagen die verrottende Biomasse. Nach gut 30 Minuten Tauchzeit erreichen wir stolze 8 Meter Tiefe, dabei haben wir vielleicht die Hälfte der Wegstrecke zur Halbinsel zurückgelegt.

Makrophyten im Stechlinsee

Außer einer aufgescheuchten Schleie kommt uns bisher kein Fisch vor die Maske. Algen und Bakterien schneiden bizarre Formationen in verschiedenen Farbtönen in das verblasste Unterwassergrün. Produzierende Gase der Biomasse steigen nach oben, verfangen sich in Fadenalgen und schaffen so gespenstische Gebilde. Ein zweiter Blick lohnt allemal. Wir drehen ab nach Norden um in Ufernähe den Rückweg anzutreten.

Bizarre Schönheiten im Stechlin

Schlammschnecken ziehen ihre Bahnen und hinterlassen Laichstränge. Im Sediment ruhen große Sumpfdeckelschnecken und vereinzelt trifft man auf die geschützte Gemeine Kahnschnecke. Rote Wassermilben tanzen im Licht der Sonne und wenige Kamberkrebse ertasten mit ihren langen Fühlern die vorbeitauchenden, schwarzen Wesen. Die Sonne erweckt das Leben, auch wenn sich der Stechlinsee mit seiner Pracht noch stark zurückhält. Die Sichtweiten variieren von 2 – 4 Metern, eines Klarwassersees nicht würdig. Noch vor der Wendezeit waren wir viel mit unseren Kindern am Stechlin unterwegs und haben einen aussergewöhnlich klaren See in Erinnerung. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Eine wirklich nachvollziehbare Erklärung dafür habe ich noch nicht gehört. Obwohl der See wegen der ansässigen Limnologie und dem ehemaligen Kernkraftwerk der DDR das am besten untersuchte Gewässer ist. Am Ende gibt uns für einen Augenblick noch ein stattlicher Hecht die Ehre. Nach 100 Minuten entsteigen wir dem Stechlinsee.

Sumpdeckel- und Gemeine Kahnschnecke

Welch‘ traumhaftes Wetter. Der nassen Klamotten haben wir uns schnell entledigt. Lecker Dekobier. Danke Buddy Heiko. Micha serviert uns einen heißen Kaffee und ‚ne lecker Bockwurst. Zur Krönung gibt’s Stolle. Mmh. Wir haben uns wirklich wohl gefühlt. Es tut sich einiges auf der Basis. Neue Wohncontainer bieten zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten und das Speisen- und Getränkeangebot hat sich ebenso erweitert. Zwei weitere Taucher aus Berlin und Bayern haben zur Basis gefunden. Bevor wir uns verabschieden, tauschen wir uns noch über diverse Tauchreviere aus. Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende. Staufrei geht’s dann wieder heimwärts.

Kennt ihr den Stechlin unter Wasser?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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2017 Steinbruch Hohenerxleben

28.03.2017, Steinbruch Hohenerxleben (Sachsen-Anhalt)

Nicht nur die Natur bietet uns Tauchern ein reiches Angebot an Tauchgewässern. Zahllose Hinterlassenschaften menschlichen Schaffens und Streben haben sich über die Jahre zu regelrechten Tauchparadiesen entwickelt. Kiesgruben, Tagebaue und Bergwerke, gefüllt mit klarem Wasser und einer prächtigen Unterwasser Flora und Fauna laden zum Verweilen ein.

Eines dieser alten Relikte ist der Kalksteinbruch in Hohenerxleben, der das ehemalige Kalksteinwerk mit Wellenkalk zur Produktion von Baustoffen beschickte. Doch das ist längst Geschichte. Die Pumpen zur Entwässerung des Bruches stehen lange still. Die Natur schließt langsam und leise eine weitere tiefe Wunde.

Tauchen im Steinbruch Hohenerxleben

Der Frühling hat erst wenige Tage das Zepter in die Hand genommen und demonstriert eindrucksvoll seine unbändige Kraft. Im Schein der Sonne öffnet sich ein Meer aus Blüten wilder Kirschen. Knospen platzen regelrecht und geben das zarte Grün des ersten Blattwerkes frei. Wir schauen glückseelig in den Kessel auf das schimmernde Blau. Ein Rotmilan zieht seine Kreise. Es ist wundervoll.

Die alte Werksstraße führt uns zu Fuß gut 200 Meter hinab in den Steinbruch. Wir stehen am Rand der unteren Sohle und bestaunen das klare Wasser. Am Grund erstreckt sich ein flächendeckender Leuchteralgenteppich. Sonnenbadende Döbel ruhen unter der Wasseroberfläche. Die wassergefüllte Sohle ist mit 120 x 100 Metern im Ausmaß durchaus überschaubar. Aus Erzählungen weiß ich, dass das höher liegende Mundloch in der angrenzenden Steilwand zu Hochwasserzeiten geflutet und zu betauchen ist. Wir laufen den Steinbruch ab und bestaunen jede Kleinigkeit. Die Vorfreude auf den Tauchgang steigt. Was für ein Frühlingswetter.

Sonnenspiel im Silbersee

Nun in voller Montur und bepackt, schleppen wir uns erneut den Weg hinunter zum See, der auch Silbersee genannt wird. Ein lauter Platsch und wir sind in unserem Element. Sind wir das wirklich? Nichts scheint die Sicht zu trüben. Die Sonnenstrahlen brechen sich in den kleinen Wellen an der Oberfläche und geben ihre bunten Spektralfarben an die Unterwasserwelt ab. Den Armleuchteralgen scheint es zu gefallen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht beginnen wir unser Tauchabenteuer.

Am Rand der Bruchkante im weißen Sand huschen kleine Fische bäuchlings hin und her. Meine ersten Gründlinge im Tauchrevier Deutschland. Ihr sandfarbener Körper mit grau-goldenem Fleckenmuster lässt sie am Grund verschwinden. Die beiden empfindsamen Barteln zeigen ihre Zugehörigkeit zu den Karpfenfischen an. Mit maximal 15 Zentimeter Länge sind es eher kleine Fische, meine Freude jedoch groß.

Gründlinge im Tauchrevier Deutschland

Immer wieder treffen wir auf Zeitzeugen der Baustoffindustrie, Gleisanlagen, Rohrleitungen, Kessel und am Ostufer eine kleine Förderanlage mit Schurre und Rütte. Der rostige Stahl leuchtet im Schein der Sonne rotbraun. Wir genießen das Tauchen in diesem Bruch und nehmen alles in Augenschein. Leider treffen wir auch auf neuzeitlichen Müll. Ich kann diese Unachtsamkeit und Bedenkenlosigkeit einfach nicht verstehen.

Relikte der Kalksteingewinnung

Neben Gründlingen begegnen wir wenigen Flussbarschen, Plötzen und Karauschen. Scheue Döbel sehen wir aus der Ferne. Ein etwas größerer Schwarm von wahrscheinlich Ukeleien zieht seine Kreise über die Armleuchteralgenwiesen. Weder Krebse noch Mollusken kann ich entdecken. Am Ende des Tauchganges werden wir noch mit einer großartigen Begegnung belohnt. Im Schutt des alten Pumpenhäuschens sehe ich die grauschwarze Schwanzspitze von Silurus glaris, dem Herrscher unserer Tauchreviere. Langsam nähere ich mich dem Räuber und kann am anderen Ende die langen Barteln des Kopfes entdecken. Der Blick in die stecknadelgroßen, blauen Augen des größten Räubers unserer Seen ist einzigartig. Entspannt lässt er die Knipserei über sich ergehen. Der Europäische Wels, ein eindrucksvoller Fisch.

Europäischer Wels, Silurus glanis

Nun haben wir für die Umrundung des überschaubaren Steinbruches doch gute 90 Minuten benötigt. Es gibt so viel zu entdecken. Und dass Tauchen im sonnengefluteten, klaren Wasser ist einfach überwältigend. Mit einer Bulette in der Hand schauen wir noch einmal hinab in das kleine Tauchparadies. Tauchen im Tauchrevier Sachsen-Anhalt.

Die Suche nach einem naheliegenden See für einen zweiten Tauchgang ist eine andere Geschichte.

Weitere Unterwasser-Impressionen Hohenerxleben

Kennt ihr diesen Steinbruch?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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Categories: _Sachsen-Anhalt, UnterWasser

2016 Tauchen im Kulkwitzer See

04.05.2016, Kulkwitzer See (Sachsen)

Es wurde wirklich Zeit, den Kulkwitzer See bei Leipzig, einem ehemaligen Braunkohletagebau, wieder zu besuchen. Bin ich in der Vergangenheit bei den „Leipziger Delphinen“ im Norden getaucht, so entschied ich mich heute für das südliche Becken. Eigentlich besteht der heutige Kulkwitzer See aus zwei Tagebaurestlöchern, die durch einen Damm getrennt waren und 1963 geflutet wurden. Es heißt, dass der See ausschließlich mit Grundwasser gefüllt wurde und daher über eine gute Wasserqualität verfügt. Die guten Sichtweiten heute haben dies bestätigt.

Tauchen im Kulkwitzer See – Südbecken

Ein großer Parkplatz am südlichen Zipfel im Ortsteil Göhrenz wird mein Basislager. Hier befindet sich auch die Tauchbasis der „Tauchschule Florian“, die allerdings nicht besetzt ist. Vom See ist noch nichts zu sehen. Ich mache mich auf zu einem kleinen Erkundungsgang. Ein kleiner Weg führt ins Grün. Ich folge. Jetzt endlich schimmert Wasser durch die Äste der Bäume. Eine Wiese, ein Badestrand.  Ich habe den Einstieg erreicht. Es sind schon ein paar Schritte zu gehen. Der Kulkwitzer See hat drei mögliche Einstiegsstellen für Taucher.  Andere Bereiche sind als Naturschutzzonen ausgewiesen und dürfen nicht betreten/betaucht werden. Das Wasser sieht gut aus. Die Uferzonen gesäumt von Schilf und alten Bäumen.  Ich freue mich auf einen ausgedehnten und entspannten Tauchgang.

Zurück am Auto, rein in die Klamotten und ab in den See. Check. Und mein Kopf ist endlich unter Wasser. Ich habe keinen bestimmten Kurs geplant, werde die Bucht ein wenig kreuzen und mich von der Unterwasserwelt leiten lassen. Kiesgrund durchzogen mit Laichkraut empfängt mich. Die Sicht ist wirklich gut. Junge Armleuchteralgensprosse schieben sich durch den Boden. Nicht lange und ein dichter Grundrasen von Armleuchterlagen bestimmt das Bild. Ich habe gelesen, dass dem Kulkwitzer See 13 Characeenarten nachgesagt werden. Das spricht für einen lebendigen See.

Makrophyten im Kulkwitzer See

Die Makrophyten überlassen im tieferen Wasser Fragmenten von Bäumen und Äste das Territorium. Es sieht mystisch aus. Schwebteile, eingefangen in der Sprungschicht, bilden einen weißen Schleier. Bisher konnte ich keinen Fisch erblicken. Nicht einmal die Überlebenskünstler Flussbarsch treffe ich hier an. Was ist los? Schlafen die Schuppigen noch in der Tiefe der See?

Ich lasse mich von dem Zucken und Winden eines nur wenige Millimeter großem Etwas in der Wassersäule ablenken. Ich schalte meine Kamera in den Makromodus und versuche das „Ding“ abzulichten. Stillhalten Fehlanzeige. Jetzt erkenne ich es. Eine kleine Mückenlarve steigt unter Zuhilfenahme ihrer kleinen Schwimmhärchen an die Oberfläche. Das Sehen will gelernt sein.

Was ist das? Ich schaue in mehrere offene Mäuler. Wie aus dem Nichts erscheint ein Trupp Geschuppter. Schnell die Kamera. Klar Makromodus, Grrr. Umschalten. Nun ist die Frontalperspektive dahin. Aber ich darf die eleganten Schwimmer noch von der Seite fotografieren. Das sind definitiv Karpfenfische. Doch warum wühlen sie nicht am Grund, sondern schieben ihre Körper mit aufgerissenem Maul  wie Walhai und Großmaulmakrele durchs Wasser? Ich werd’s erfahren, schon bald.

Planktonfressende Silberkarpfen

Kopulierende Kamberkrebse, Ohrschlammschnecken, Polypen, doch keine weiteren Fische. Der Kulkwitzer See soll fischreich sein, sogar große Waller sind häufig anzutreffen. Sicher nur alles eine Frage der Zeit. Ich tauche in die Mitte der Südbucht und erreiche gut 10-12m Tiefe. Auf 8 m treffe ich dann auf eine mit Dreikantmuscheln besetzte Übungsplattform der Tauchschule. Nach 100 min und einem entspannten Tauchgang tauche ich auf und mache mich auf den Weg zum Auto. Unterwegs treffe ich eine junge Frau mit Hund, die dem tropfenden, schwarzen Mann ein „Du siehst ja gut aus.“ entgegenruft. Das konnte ich nur erwidern.

Mein Auto wartet Mutterseelen allein auf mich. Während ich mich meiner nassen Sachen entledige, hält ein Auto neben mir und der Fahrer fragt: „Na hast Du was gesehen?“. Ich erzähle von den Karpfenartigen. Mit ruhiger Stimme erfahre ich: „Das sind Silberkarpfen, Planktonfresser.“  Der Mann wusste auch zu berichten, dass dies Überlebende des Besatzes des VEB Binnenfischerei Wermsdorf sind. Ich erfahre einiges über den See und dessen Geschichte. Vor mir steht Dieter Florian, der Inhaber der Tauchschule Florian. Ein gestandener Mann und erfahrener Taucher. Ich lausche interessiert. Die Silberkarpfen werden weniger, denn sie sind bei diesen kühlen Temperaturen nicht in der Lage, sich zu reproduzieren. Den Anglern gehen sie als Planktonfresser jedoch nicht an die Angel. Daher wird der See regelmäßig mit den klassischen Wühlern besetzt. Die Wühlspüren im Grundrasen sind ganz klar zu sehen. Der Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen auch hier nicht immer einfach.

Ich nehme noch etwas Sachsenluft mit und mache mich auf den Heimweg. Wundervolles Tauchrevier Deutschland mit spannenden Begegnungen unter Wasser und an Land.

Unterwasserimpressionen

Kennt Ihr den Kulkwitzer See?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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Grube "Ludwig" Frose

Grube „Ludwig“ Frose (Sachsen-Anhalt)

Einst Braunkohlerevier, jetzt Naherholungsgebiet „Seeland“ mit tragischer Wendung, die Grube „Ludwig“ Frose.

Im nordöstlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt befindet sich das kleine Örtchen Frose. 1842 wurden hier durch Probebohrungen Braunkohlelagerstätten entdeckt. Jahre später begann die Kohleförderung im Froser Revier, der Grube „Ludwig“. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Lagerstätten erschöpft und die Fördertätigkeiten wurden eingestellt.

Die Tagebaurestlöcher wurden saniert und es entstand mit dem benachbarten Concordiasee und dem Königsauer See das Naherholungsgebiet „Seeland“.

Grube „Ludwig“ Frose

Der Grube „Ludwig“ in Frose verdanke ich die wohl schönsten Tauchgänge im Tauchrevier Deutschland. Das schnelle Fluten der Grube konservierte eine üppige Unterwasservegetation. Tauchen im glasklaren Wasser durch Birkenwäldchen wie im russischen Märchen war surreal. Anstatt Vögel fliegen Fischschwärme durch die Baumkronen, kapitale Karpfen erinnern an die einst hier lebenden Wildschweine. Das Pumpenhäuschen, ein kleines Fachwerkhaus, war gut erhalten und ein tolles Tauchziel.

Die Freude an diesem wundervollen Tauchgewässer währte jedoch nicht lange. Am 18. Juli 2009 ereignete sich am benachbarten Concordiasee ein tragisches Unglück und veränderte die gesamte Region „Seeland“. Ein Hang gab nach und ließ eine neugebaute Wohnsiedlung in den See stürzen. Das Gewässer wurde umgehend gesperrt und das Tauchen auch in der Grube „Ludwig“ in Frose untersagt.

Seither schaue ich mir ab und an die Bilder an und schwelge in Erinnerungen. Ich bin froh, hier überhaupt abgetaucht zu sein. Wer weiß, vielleicht wird das Gewässer eines Tages wieder zugänglich für uns Taucher.

Historische Unterwasserimpressionen – Tauchen in Frose

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2015 Baggersee Büchenau

09.08.2015, Baggersee Büchenau (Baden-Württemberg)

Es ist endlich soweit. Tauchrevier Deutschland geht wieder auf Tour. Nachdem mich im letzten Jahr die Reise nach Bayern (Walchensee, Starnberger See, Echinger Weiher, Ilsesee) führte, dieses Frühjahr ein Abstecher nach Nordrhein-Westfalen (Elbsee) anstand, geht’s diesmal erneut in den Süden des Landes, nach Baden-Württemberg. Stefan Franck, der Macher von Tipps-für-Taucher lud mich in sein Tauchrevier ein. Die Idee wurde auf der boot 2015 geboren, die Woche im August schnell fixiert, die Tauchziele grob abgesteckt und der Treffpunkt ausgemacht. Karlsruhe, die Heimat von Tipps-für-Taucher, soll die Basis für die ersten Explorationen sein.

Die Flaschen sind gefüllt, das Auto gepackt und die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Am 08.08.2015 starte ich von Brandenburg aus in Richtung Süden, 700 km liegen vor mir. Ich freue mich. Das „Landgasthaus Blume“ in Stutensee-Blankenloch empfing mich nach 8 stündiger Reise mit einem kreativen Post-it „Anreise Herr Merkel Zimmer 2“. Der Schlüssel in der Zimmertür Nr.2 hieß mich willkommen. Da war ich nun, im Süden des Tauchrevieres Deutschland, im Ländle.

Tauchen im Baggersee Büchenau

Ein wenig erschöpft und bei tropischen Temperaturen von 35 Grad im und außerhalb des Zimmers machte ich mich auf die Suche nach Abkühlung, die ich glücklicherweise im kühlen Pils beim benachbarten Italiener fand.

Am nächsten Tag wird getaucht. Stefan holte mich von meiner Pension ab und fuhr mit mir an den unweit gelegenen Baggersee Büchenau, unserem ersten Tauchspot. Büchenau ist ein Stadtteil von Bruchsal. Der Baggersee liegt unmittelbar an der Autobahn A5, was sich durchaus mit seiner Entstehung erklären lässt. Die allermeisten Gewässer in Baden-Württemberg sind Baggerseen, ehemalige oder auch noch aktive Kiesabbaustätten. Eiszeitliche Relikte wie in Bayern oder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind hier kaum zu finden. Baggerseen gibt es jedoch so reichlich, dass Baden-Württemberg mit zu den gewässerreichsten Bundesländern zählt.

Am südlichen Zipfel des Baggersees befindet sich ein Parkplatz direkt neben der Mehrzweckhalle Büchenau, gleichermaßen begehrt bei Tauchern und Badegästen. Für Taucher gibt es in etwa 150m Entfernung genau eine Einstiegsstelle. Bei diesen sommerlichen Temperaturen sind wir nicht allein am kühlen Naß. Das Wasser schimmert klar und erfrischend. Wir freuen uns und wollen nur noch eintauchen.

Sonnenbarsche und Makrophyten

In Rekordzeit haben wir uns in die angemessene „Sommerbekleidung“ gehüllt, die Wegstrecke zurückgelegt und sind abgetaucht. Herrlich! Ein wenig in Richtung Seemitte und dann die rechte Uferkante entlang. Maximal erreichen wir 10m. Die Sicht ist gut. Wir tauchen über einen Teppich von verschiedenen Unterwasserpflanzen. Leuchteralgen, Tausendblatt und Tannenwedel recken sich zum Licht. Auffällig inmitten des Grüns die gelben Farbtupfer der schönen Wasserschlauchblüten an langen Blütenstengeln. Sonnenbarsche! Erstmalig bekomme ich Sonnenbarsche vor die Maske. Sie sind schön anzuschauen, auch in dem Wissen, dass diese Invasoren hier nicht hergehören und dem einheimischen Fisch konkurrieren. Ab der wievielten Generation darf man sich eigentlich „Einheimischer“ nennen ;-)?

Schwärme von Flußbarschen und Plötzen huschen durch das Dicht. Junge Hechte, sogenannte Grashechte nutzen die Armleuchteralgen als Deckung für die Lauerjagd. Alte, umgestürzte Bäume bieten der Unterwasserwelt einen mystischen Lebensraum. Ein schöner Baggersee. Es gibt allerdings auch Kahlstellen inmitten des Grundrasens zu entdecken, durchpflügte Kieshänge überwachsen von Bakterien. Das Gleichgewicht ist schnell gestört.

Wir beenden den ersten Tauchgang unserer Baden-Württemberg Tour. Am Auto angekommen, beschlossen wir spontan ob der Hitze und des schönen Wassers, einen zweiten Tauchgang entlang des linken Ufers gleich hinten anzuhängen.

Wir treffen Gleichgesinnte, klönen, genießen die gemeinsame Zeit und kehren auf ein Dekobier in einen nahegelegenen Biergarten ein. Ein schöner, erster Tauchtag im Süden Deutschland. Ein schöner Baggersee in Baden-Württemberg.

Unterwasserimpressionen Baggersee Büchenau

Wer kennt den Baggersee Büchenau?

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2015 Waschsee

18.07.2015, Waschsee (Mecklenburg-Vorpommern)

„Tauchrevier Deutschland“ verbindet. Tauchen als gemeinsame Leidenschaft verbindet. Ich freue mich sehr, wenn ich von Freunden und Lesern meines Blogs eine Einladung zu einem gemeinsamen Tauchgang erhalte.

Fred möchte mir seine neue Entdeckung zeigen und lädt mich zu einem samstäglichen Tauchgang in unserem Tauchrevier Deutschland ein. Da bin ich gern dabei. Wir treffen uns in Thomsdorf. Nach einem kurzen „Hallo“ und Schnack folge ich ihm und seinem Auto über Wiese, Wald und Feld. Wir verlassen Brandenburg und erreichen den südlichen Zipfel der Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Vorbei an einem kleinen Ort namens Mechow in der Nähe der bekannten Krüseliner Mühle erreichen wir die Nordspitze des Waschsees. Ein typischer Waldsee, wunderschön anzusehen. Eine kleine Badestelle mit Parkmöglichkeiten bietet eine ideale Einstiegsmöglichkeit.

Der Waschsee ist mit 19 ha Fläche nicht besonders groß und unterteilt sich in das Nord- und Südbecken. Ein langer Steg ragt in das Wasser und erlaubt einen ersten Blick in das kühle Naß. Das Wasser scheint klar, zumindest an der Oberfläche. Laichkraut und Leuchteralgen lassen auf einen schönen Tauchgang in einem unserer Naturseen hoffen.

Bis auf einen einsamen Camper sind wir allein, noch. Ganz gemütlich und mit einer gewissen Vorfreude machen wir uns für den Tauchgang fertig. Kinderstimmen oder besser Geschrei aus dem Wald künden Badegäste des benachbarten Kinderdorfes Mechow an. Schöne Dinge hat man nur selten für sich allein. Aber alles ist gut. Wie sich zeigen wird, haben wir später viel Spaß mit den Kleinen.

„Ein Taucher! Cool“

Bis wir dann fertig zum Einsteigen sind, hat sich der Badestrand gut gefüllt. „Ein Taucher!“ schallt es mir entgegen als der schwarze Mann gesichtet wurde. Es dauerte nicht lange und ich war inmitten einer Kinderschar mit tausenden Fragen. Herrlich. Warum hast du denn dies und das? Wirst du nicht nass? Wonach tauchst du denn? Kann ich auch mal durch die Maske schauen? Darf ich mal durch das Ding da atmen? Ich genoss die Tatsache, die heutige Attraktion zu sein. Einige Kinder folgen mir schwimmend ins Wasser. Meine Maske geht von Kinderhand zu Kinderhand. Fred kommt hinzu und wir werden belagert. Abtauchen unmöglich. Belegte Brote, soeben von zwei Betreuern an den Badestrand gebracht, waren dann unsere Rettung. Der Hunger war größer als die Neugier.

Wir nutzen die Gelegenheit und tauchen ab. Jeder erkundet den See für sich allein, so der Plan.

Ein breiter Pflanzengürtel begrüßt mich. Inmitten dieses Grüns ein Hecht, die vorbeihuschenden Plötzen fest im Blick. Dabei stellt man sich schon mal kopfüber ins Wasser. Wir scheinen Schleie zu stören. Mit kräftigen Flossenschlägen verschwinden sie. Hochwachsendes Laichkraut und Tausendblatt. Schöne Leuchteralgen, verschiedene Arten, ob Arm- (Chara), Glanz- (Nitella) oder Baum- (Tolypella) Leuchteralgen vermag ich nicht mit Gewissheit sagen, auf jeden Fall vielfältig. Kleines Nixkraut, Krauses Laichkraut. Das Uferbereich ist ordentlich bewachsen. Aber etwas stört. Das Grün leuchtet nicht. Die orangeroten „Knospen“ der Hornblättrigen Armleuchteralge sind schwer auszumachen. Die Makrophyten sind stark sedimentiert, werden teilweise erdrückt von der Last.

Stark sedimentiert und zerwühlt

Das grüne Band wird unterbrochen von aufgewühlten Kahlstellen. Auch das Wasser ist mit Sedimenten geschwängert. Ähnlich wie die Schwarzkittel im Wald scheinen hier die Karpfenähnlichen das Untere nach oben zu kehren. Es müssen viele sein, sehr viele, zu viele für diesen See und diese schöne Unterwasser-Flora. Immer wieder treffen wir auf Schleie. Ab einer Tiefe von 4m endet die Pflanzenzone und geht über in einen öden, monotonen, wabernden Schlammgrund. Der See soll wohl eine Tiefe von 11m haben. Ich erreiche 7m und kehre bald wieder zurück in den flacheren, interessanten Bereich.

Alte im Wasser liegende Bäume sind von Dreikantmuscheln bevölkert. Ein Meer von Schalen am Grund. Auch hier kann ich Schleie beobachten, die sich an den Muscheln gütlich halten. Ich tauche weiter. Und überall das gleiche Bild. Wühlspuren, ausgerissenes Grün und stark sedimentierte Pflanzen. Ich treffe Fred. Wir kehren um. Er bestätigte mir meine Beobachtungen später an Land.

Karpfenähnliche dominieren den See

Bäuchlings am Boden entdecke ich kleine, gefleckte und beinah durchsichtige Fische. Sie sind scheu und machen mir das Fotografieren schwer. Ich kann sie nicht sofort bestimmen. Als ich mir die Bilder am Rechner daheim anschaue, glaube ich, dass es sich hierbei um junge Kaulbarsche handelt.

Als wir auftauchen, werden wir wieder von den Kindern in Empfang genommen. Was habt ihr gesehen? Wie tief seid ihr gewesen? Darf ich auch mal? Wir schaffen es, uns zu entreißen und entledigen uns der Ausrüstung. Eine gute Freundin wartete bereits auf uns.

Wir tauschen uns aus und sind ein wenig enttäuscht. Hier ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten, da waren wir uns einig. Nein, kein zweiter Tauchgang. Wir schwatzten noch ein wenig und schauten auf dem Rückweg am Hardenbecker Haussee vorbei.

Ein schöner Tag mit Freunden in unserem Tauchrevier Deutschland.

Unterwasserimpressionen – Tauchen im Waschsee

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2015 Obersee

11.05.2015, Obersee (Brandenburg)

Eigentlich war ein Tauchgang im Liepnitzsee bei Wandlitz nördlich von Berlin geplant. Meine Suche nach einem geeigneten Einstieg blieb jedoch diesmal erfolglos. Im Norden führt eine Straße bis Höhe Fähre. Die Zufahrt bis zum See ist allerdings gesperrt. Bis zum Wasser sind’s noch gut 300m, die mit dem gesamten Gerödel recht lang und anstrengend werden können. Ich versuchte es auf der Westseite direkt vom Ort Wandlitz aus. Befahrbare Wege führen bis zu den letzten Siedlungen am Waldesrand. Dann sind die Waldwege für öffentlichen Verkehr gesperrt. Google weist ein Strandbad aus. Keine Ahnung, wie die Besucher dorthin gelangen. Im Süden entlang der Umgehungsstraße führt ebenso kein öffentlicher Weg zum Wasser. Ich gebe auf. Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp für einen möglichen zweiten Anlauf.

Ich entscheide mich daher kurzerhand, dem Obersee bei Lanke direkt an der A11 und in unmittelbarer Nähe gelegen, einen Besuch abzustatten. Herbst letzten Jahres betauchte ich das Gewässer bereits und hatte es mit seiner UW-Plfanzenvielfalt recht gut in Erinnerung.

Am Südufer tangiert eine Landstraße den See und man kann gut sein Auto abstellen. Eine weitere Einstiegsoption bietet der Parkplatz des Seeschloß-Hotels am Südostufer. Ich entscheide mich für den ruhigeren Einstieg.

Abgesehen vom Lärm der Autobahn liegt der See beschaulich im Brandenburger Forst zwischen Liepnitzsee und Hellsee. Alte ins Wasser gestürzte Erlen lassen den Obersee noch uriger erscheinen.

Was erwartet mich im Obersee? Bin gespannt.

Das Wasser ist grünlich trüb. Sicht schätze ich mal auf 2 m und die Wassertemperatur 12 Grad. Ein breiter Pflanzengürtel fasst das Ufer ein. Um diese Jahreszeit sehen die Pflanzen in weiten Teilen noch ziemlich trostlos aus. Sedimente des letzten Winters überlagern alles. Überdauernde Wintertriebe des Ährigen und Quirligen Tausendblattes, Sprosse des Spreizenden Hahnenfußes und grüne Triebe verschiedener Armleuchteralge durchdringen jedoch bereits das Braun und streben zur Sonne. Rote Punkte huschen zwischen den quirlenden Blättern des Tausendblattes, Wassermilben. Lamettagleich sind Pflanzen mit dem Laich des Flußbarsches behangen.

Ab einer Tiefe von 4m endet der Pflanzengürtel und ein schwabbelnder, modriger Untergrund beginnt. Kein Schalen- und Krustentier findet hier Halt.

Nach einer ausgedehnten Runde kehre ich zum Ufer zurück und schaue mich ein wenig zwischen den alten Bäumen um. Ehe ich bei dieser Sicht irgendetwas entdecke, verschwindet es auch schon. Ein Hecht. Ein kurzer Blick und mit meinem nächsten Ausatmen verschwindet er. Einige Flussbarsche huschen um die Maske. Die großen Dreikantmuschelkolonien bleiben aus. Allerdings hängt der eine oder andere Invasor am Holz des toten Baumes.

Der See erwacht. Bei guter Sicht und sprießendem UW-Grün sicherlich ein interessantes Tauchziel um die einheimische Flora und Fauna zu beobachten.

Ähriges und Quirliges Tausendblatt

Kennt Ihr den Obersee bei Lanke?

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Categories: _Brandenburg, UnterWasser

2014 Helenesee VI

01.10.2014, Helenesee (Brandenburg)

Da ich am WE nicht ins Wasser kommen, bin ich heute schon mal abgetaucht ;-). War lange nicht an der schönen Helene bei Frankfurt/O. Die Helene lag ruhig und friedlich im Schoße des angrenzenden Kiefernwaldes. Nur die Natur und ich, einfach wunderbar. Allein die Sonne fehlte. Eingestiegen zu einem ausgiebigen TG bin ich am Westufer und drehte meine Runde in Richtung NO. Bis zu einer Tiefe von 4-5m dehnt sich eine Seegraswiese mit lebensraumtypischen Pflanzen wie verschiedene Armleuchterlagen, Tannenwedel, Wasserschlauch, Tausend- und Hornblatt. Kleine Barsche weiden das Zooplankton von den Pflanzen, aufgescheuchte Plötzenschwärme suchen das Weite und kleine Hechte als Meister der Camouflage lauern auf ihre Gelegenheit. Unbeeindruckt im Revier stehen die größeren Exemplare. Schön ist’s im #Tauchrevier Deutschland.

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2018 Tauchen in Grönland

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2018 Tauchen im Cospudener See

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Kontakt:

Mario Merkel, Tauchrevier Deutschland

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