Tauchrevier Deutschland im Interview mit "Der Taucherblog"

2015 Bodensee

13.08.2015, Bodensee (Baden-Württemberg)

Tauchrevier Deutschland meets Tipps-für-Taucher. Gemeinsam mit Stefan im Tauchrevier Baden-Württemberg unterwegs. Nachdem wir im Raum Karslruhe einige Baggerseen (Büchenau, Brecht, Streiköpfle) betauchten, der Baggersee Epple in Reutlingen keine Lust auf uns hatte (Cyanobakterien-Invasion) treffen wir uns heute am Bodensee in Überlingen, dem Überlinger See. Überlingen ist ein hübsches Touristen-Städtchen im Nordwesten des Bodensees Obersee.

Fast zeitgleich erreichten wir den vereinbarten Treffpunkt „Campingplatz“ im Westen von Überlingen. Stefan kennt das Revier und empfiehlt für unseren ersten Tauchgang den Einstieg „Baugraf“. Namensgebend ist wohl ein ehemaliger Baustoffhändler, von dem allerdings bis auf einen großen Parkplatz nichts mehr vorhanden ist. Die Bade- und Tauchstellen sind für Notrufe durchnummeriert. Wir befinden uns am Standort 18. Heute ist Donnerstag, trotz Feriengäste haben wir reichlich Platz auf dem kostenpflichtigen Parkplatz. Wir stellen unsere Autos ab, queren die Straße und schauen uns ein wenig um. Unser Einstieg befindet sich direkt neben dem Taucherplätzle des Überlinger Tauchvereins.

Taucheinstieg „Baugraf“

Eine senkrechte Leiter mit 20 Stufen führt die Steilkante hinab zum Wasser. Der Tauchplatz ist bekannt und gleichermaßen beliebt für seine Steilwand, die nach 15m vom Ufer steil hinab bis auf 30m fällt. Die Kante, einem Riffdach gleich, ist von hier oben gut zu erkennen. Aufsteigende Luftblasen lassen uns wissen, dass wir nicht die ersten Taucher am heutigen Tag sein werden. Wir haben jetzt richtig Lust auf’s Tauchen.

Wir schmeißen uns bei 30+ Grad in die warmen Klamotten und trotten zum Einstieg. Die Bodensee-Gewässerordnung verlangt eine Alpha-Taucherflagge am Einstieg. Sie ist schnell gesetzt. Hinab geht’s die 20 Stufen und dann hinein ins kühle Nass. Check. Wir tauchen ab.

Wir erreichen die Kante und uns erwartet eine beinah senkrechte Felswand. Die Sicht ist noch trüb. Das wird sich aber schnell ändern. Ab einer Tiefe von 15m reißt sie auf und auf 20-30m ist das Wasser des Bodensees glasklar und mit 6-7 Grad auch wunderbar erfrischend. Die Wand ist stark bewachsen mit Dreikantmuscheln und voller Leben. Oberhalb treffen wir viele Dreistachlige Stichlinge metallgrün schillernd an. Der tiefere Bereich ist ganz klar das Revier der Aalquappen. Hier in Baden-Württemberg sagt man wohl Trüschen zu diesen wunderschönen Dorschartigen. In Spalten und Überhängen der Wand liegen sie und warten auf die Nacht, um auf Jagd zu gehen. Sie sind reichlich anzutreffen. Es ist herrlich, an dieser Steilwand vorbei zu fliegen. Wir genießen es. Doch alles hat ein Ende. Und so beenden wir nach einer guten Stunde unseren ersten Tauchgang im Bodensee.

Quappe, Aalrutte, Trüsche, Kaulbarsch und Groppe.

Wir stärken uns im kleinen Lokal des Campingplatzes mit einem kräftigen Wurstsalat. Der Campingplatz mit seinem eigenen Taucheinstieg und einer Selbstfüllanlage ist von Tauchern aus allen Ecken des Landes gut besucht. Wir überlegen den Einstieg für unseren zweiten Tauchgang. Liebesinsel? OK. Wir fahren hin. Parkplätze sind nur noch in der dritten Reihe hinter den Bahngleisen frei. Die Liebesinsel, eine kleine Landzunge mit schattenspendenden Bäumen bewachsen, ist von Sonnenanbetern gut besucht. In voller Ausrüstung durch den halben Ort bei über 30 Grad, um dann vorsichtig zwischen den Badegästen abzutauchen? Nee. Da waren wir an der Steilwand sehr gut aufgehoben. Wir entscheiden uns also für einen zweiten Tauchgang am Baugraf.

Und auch dieser Tauchgang an der Wand, diesmal in die andere Richtung, ist eine wahre Freude. Durch ihre Bewegungen werde ich auf kleine Fische, die an der Wand zu kleben scheinen, aufmerksam. Sie erinnern mich an Skorpionfische. Im Bodensee? Oder sind es Grundeln? Vielleicht könnt ihr mal schauen und mir einen Tipp geben. Der Größenvergleich zu den Dreikantmuscheln macht deutlich, wie klein diese Bewohner sind. Daumengroß. (Update: Dank Euch weiß ich nun, dass es sich bei dem kleinen Bewohner im Bodensee um eine Groppe handelt.)

Tauchen im Bodensee, Überlinger See

Nach diesen schönen Tauchgängen im Bodensee fahren wir ins „Rote Haus“, unserer heutigen Herberge, und lassen den Tag an der Promenade mit Blick über den Bodensee bei Dekobier und Gelati ausklingen. Ein schöner Tag.

Schon mal getaucht im Bodensee?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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Categories: _Baden_Württemberg, UnterWasser

2015 Baggersee Streitköpfle

10.08.2015, Baggersee Streitköpfle (Baden-Württemberg),

Tauchen in Baden-Württemberg, gemeinsam mit Tipps-für-Taucher das südliche Tauchrevier erkunden. Heute Morgen erlebten wir einen schönen Tauchgang im Brechtsee, einem arten- und pflanzenreichen, aber auch strapazierten Baggersee. Für einen zweiten Tauchgang an diesem herrlichen Sommertag besuchen wir den nahegelegenen Baggersee Streitköpfle. Auf dem Weg dorthin machen wir an der benachbarten Rheinfähre halt und stärken uns mit einem landestypischen Wurstsalat.

In den Sozialen Netzwerken habe ich schon viel gehört vom Baggersee Streitköpfle. Nun endlich habe ich die Gelegenheit, ihn persönlich kennenzulernen, hier einzutauchen. Ich freue mich. Auch dieser Baggersee diente der Kiesgewinnung und erfreut sich jetzt bei Badegästen und Tauchern großer Beliebtheit.

Baggersee Streitköpfle, Linkenheim

Baggersee Streitköpfle, Streitköpflesee, Baggersee Linkenheim oder einfach liebevoll BaLi, dieses Tauchgewässer trägt viele Namen. Ich erfahre von lokalen Tauchern, dass der Name „Streitköpfle“ seinen Ursprung im Streit über die Gleichstellung des Gerätetauchens und dem Schwimmen mit Blick auf die Gewässernutzung hat.

Etwa 10km südlich vom Brechtsee ist er für uns schnell erreicht. Zwei junge Damen empfangen uns mit offener Hand und einem freundlichen Lächeln. Nach Entrichtung eines „Wegezolls“ befahren wir einen großen Parkplatz am östlichen Ufer des Baggersees. Ferien, Sommerwetter, wir sind natürlich nicht allein. Mir wird berichtet, dass dieser Baggersee einer der wenigen Gewässern ist, in denen die Taucherausbildung erlaubt ist. Wir stellen die Autos ab und laufen an den Strand. Ein kleiner Damm teilt den Baggersee in zwei Hälften. Tauchen ist ausschließlich im linken Bereich gestattet. Mit etwa 10m Tiefe in diesem Teilstück ein eher flaches Gewässer. Nun wollen wir eintauchen.

Neben uns ein Tauchlehrer mit seiner angehenden Junior-OWD-Schülerin. Mit großen Augen schaut sie uns staunend an, wie wir schweißgebadet in unsere „langen Männer“, Unterzieher und Trockenanzüge quälen. „Warum zieht ihr euch so dick an, das Wasser ist doch warm?“ fragte sie neugierig. Wir schauten uns an und wussten, dass sie recht hat, stammelten dann etwas von Sprungschicht, tief und kalt und lange Tauchgänge :-). Zweifelnd gab sie sich wohl dennoch mit der Antwort zufrieden.

Tauchen im Baggersee Streitköpfle

Endlich im Wasser. Besonders bei diesen Temperaturen ein toller Moment. Erstmalig erfahre ich durch meinen Anzug keine Abkühlung. Das Wasser ist mit 25 Grad gut temperiert. Vom Strand wollen wir den See queren und dann dem Uferverlauf an der rechten Schulter folgen. Die Sicht ist eher bescheiden, in Seemitte am Grund gar nicht mehr vorhanden. Der Kompass führt uns durch den dichten Nebel. Auch auf 10m keinerlei Abkühlung. Das Wasser hat immer noch 20 Grad. Ein mächtiger Baumstamm erscheint im Lampenlicht, das Revier eines großen Hechtes.

Es wird flacher, wir müssen das andere Ufer erreicht haben. Dieser Baggersee scheint die Heimat des Nixkrautes zu sein. Großflächig ist es anzutreffen. Eine schöne Unterwasserpflanze. Immer wieder habe ich erstaunt über Ochsenfroschkaulquappen in diesem See gelesen. Werde ich ihnen begegnen? Dieser große Allesfresser ist eine echte Bedrohung für unsere einheimischen Lurche. 2-3 Jahre überdauern die pflanzenfressenden Kaulquappen im See, bevor sie dem Nass entsteigen und auf alles Jagd machen, was sich ihnen in den Weg stellt. Und tatsächlich, Kaulquappen huschen auf dem Kiesgrund hin und her. Doch sind Ochsenfroschnachkommen? Seht die Bilder, was meint ihr?

Kaulquappen vom Ochsenfrosch?

Stefan gibt mir ein Lichtzeichen und lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich. Er will mir was zeigen. Ich gehe von etwas Großem aus und scanne das Wasser. Nichts. Stefan deutet auf seine Lampe. Jetzt sehe ich die Schönheit im Lichtkegel auch, eine Meduse, eine Süßwasserqualle. Als Polypen warten sie im See nur auf den richtigen Moment, die optimalen Bedingungen, um sich zu teilen, zu stroboskopieren und die kleinen Medusen in das Freiwasser zu entlassen. Majestätisch schwebt die kleine Schönheit (2-3cm) im Schein des Lichtes mit ihren Hunderten nesselbesetzten Tentakeln auf der Suche nach Fressbarem. Die hohe Wassertemperatur wird sicher der Auslöser für das Freisetzen der Medusen gewesen sein. An solchen kleinen Dingen kann ich mich erfreuen.

Süßwasserqualle (Craspedacusta sowerbii)

Der Kompass zeigt an, dass wir bereits auf dem Rückweg sind. Umgestürzte Bäume liegen im Wasser und bieten kleinen Fischen Schutz und Räubern gute Deckung. Ein kleiner, schöner Baggersee. Entspanntes Tauchen im Tauchrevier Deutschland. Und die kleine Taucherin sollte natürlich Recht behalten, das Wasser war warm und wir zu dick angezogen.

Komme mir vor, wie das Wildschwein unter dem Eichenbaum. Noch am Wasser stehend, freue ich mich bereits auf unser nächstes Ziel, den Bodensee.

Sind das Kaulquappen vom Ochsenfrosch?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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2015 Brechtsee

10.08.2015, Baggersee Brecht (Brechtsee), Baden-Württemberg

Tauchrevier Deutschland und Tipps-für-Taucher auf Tauchtour in Baden-Württemberg. Die Reise geht weiter. Waren wir gestern am Baggersee Büchenau, so fuhren wir heute an die Landesgrenze Rheinland-Pfalz. Der Baggersee Brecht, auch Brechtsee genannt, ist unser Ziel.

Treffpunkt in den Morgenstunden war der Landgasthof „Blume“. Nach einer kurzen Begrüßung setzten wir uns in Bewegung. Mit einem ortskundigen Guide ist unser Zielgewässer schnell erreicht. Zwischen den Orten Philippsburg (Baden-Württemberg) und Germersheim (Rheinland-Pfalz) ruht er, umsäumt von Feld und Wald, der Brechtsee.

Tauchereinstieg Brechtsee

Auch dieser Baggersee an der B35 diente der Kiesgewinnung, Relikte des alten Kieswerkes sind noch zu sehen. Sein östliches Ufer folgt der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Das Gewässer erfreut sich nicht nur bei Tauchern großer Beliebtheit. Badegäste, Fischer und Angler schätzen das Gewässer. Ein Hinweisschild am ausschließlichen Einstieg am Ostufer weist deutlich darauf hin und ein Tauchverbot für den südöstlichen Bereich aus.

Ein Parkplatz findet sich am Südostzipfel, ca. 200m vom Tauchereinstieg entfernt. Montag. Der Parkplatz ist bis auf zwei weitere Tauchgäste leer. Wir schauen uns das Wasser an. Der See liegt ruhig und wartet auf uns. Am Ufer sehe ich bereits die ersten Karpfen zwischen den Wasserpflanzen. Eine Treppe am Tauchereinstieg wird uns das Ein- und Aussteigen erleichtern. Wir freuen uns.

Mystische Nebelschwaden

Wir gehen zurück zum Parkplatz. Inzwischen sind zwei weitere Taucher angekommen. Die Sonne meint es auch heute wieder besonders gut mit uns. Das Anrödeln geht flott, wir wollen ins Wasser.

Wir tauchen ab Richtung Seemitte und halten uns dann nördlich. Die Sprungschicht ist schnell erreicht und es wird angenehm kühl. Mir gefällt‘s, meiner Kamera leider nicht. Die wassergeschwängerte, warme Luft schlägt sich im inneren des Gehäuses nieder. Der Kiesboden ist auf 15m spärlich mit Algen bewachsen. Die Sicht ist hier ganz OK. Wir kommen an kleinen Überhängen und Kanten vorbei, die mich an Braunkohle erinnern. Wir steigen ein wenig auf.

Der Pflanzenbewuchs nimmt zu, die Sicht hingegen ab. Regelrechte Nebelschwaden ziehen auf. Das lässt die Unterwasserwelt mystisch wirken. Was verursacht diesen Nebel? Bakterien?

Tauchen im Brechtsee. Impressionen

Hohes Laichkraut und langgewachsenes Ährenblatt geben den jungen Fischen Schutz. Sonnenbarsche weiden das Zooplankton von den Pflanzen und Schwarzmundgrundeln liegen im Sand. Diese Neozoen sind in dieser Region wohl recht häufig. Und immer wieder huschen große Schatten vor uns davon. Ihre Spuren sind nicht zu übersehen. Große Flächen sind durchwühlt und regelrecht kahl gefressen. Es erinnert mich an die Wühlaktivitäten von Schwarzkitteln. Zarte Unterwasserpflanzen haben es hier schwer. Im Schutz der Äste eines alten Baumes können wir sie dann sehen, große Schuppenkarpfen. Mir scheint, in dieser großen Anzahl tun sie dem Baggersee nicht gut. Gut getarnt lauern junge Hechte auf Beute. An einigen Stellen finden sich menschliche Dekorationen aus Keramik, wie Gänse, Elefanten und Gartenzwerg. Tauchen in Deutschland ist wundervoll.

Wir kehren um, steigen aus dem Wasser und taucherklönen noch ein wenig mit den anderen Tauchern, bevor wir zum nächsten Tauchziel aufbrechen.

Wieviel Karpfen verträgt ein See?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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2015 Baggersee Büchenau

09.08.2015, Baggersee Büchenau (Baden-Württemberg)

Es ist endlich soweit. Tauchrevier Deutschland geht wieder auf Tour. Nachdem mich im letzten Jahr die Reise nach Bayern (Walchensee, Starnberger See, Echinger Weiher, Ilsesee) führte, dieses Frühjahr ein Abstecher nach Nordrhein-Westfalen (Elbsee) anstand, geht’s diesmal erneut in den Süden des Landes, nach Baden-Württemberg. Stefan Franck, der Macher von Tipps-für-Taucher lud mich in sein Tauchrevier ein. Die Idee wurde auf der boot 2015 geboren, die Woche im August schnell fixiert, die Tauchziele grob abgesteckt und der Treffpunkt ausgemacht. Karlsruhe, die Heimat von Tipps-für-Taucher, soll die Basis für die ersten Explorationen sein.

Die Flaschen sind gefüllt, das Auto gepackt und die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Am 08.08.2015 starte ich von Brandenburg aus in Richtung Süden, 700 km liegen vor mir. Ich freue mich. Das „Landgasthaus Blume“ in Stutensee-Blankenloch empfing mich nach 8 stündiger Reise mit einem kreativen Post-it „Anreise Herr Merkel Zimmer 2“. Der Schlüssel in der Zimmertür Nr.2 hieß mich willkommen. Da war ich nun, im Süden des Tauchrevieres Deutschland, im Ländle.

Tauchen im Baggersee Büchenau

Ein wenig erschöpft und bei tropischen Temperaturen von 35 Grad im und außerhalb des Zimmers machte ich mich auf die Suche nach Abkühlung, die ich glücklicherweise im kühlen Pils beim benachbarten Italiener fand.

Am nächsten Tag wird getaucht. Stefan holte mich von meiner Pension ab und fuhr mit mir an den unweit gelegenen Baggersee Büchenau, unserem ersten Tauchspot. Büchenau ist ein Stadtteil von Bruchsal. Der Baggersee liegt unmittelbar an der Autobahn A5, was sich durchaus mit seiner Entstehung erklären lässt. Die allermeisten Gewässer in Baden-Württemberg sind Baggerseen, ehemalige oder auch noch aktive Kiesabbaustätten. Eiszeitliche Relikte wie in Bayern oder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind hier kaum zu finden. Baggerseen gibt es jedoch so reichlich, dass Baden-Württemberg mit zu den gewässerreichsten Bundesländern zählt.

Am südlichen Zipfel des Baggersees befindet sich ein Parkplatz direkt neben der Mehrzweckhalle Büchenau, gleichermaßen begehrt bei Tauchern und Badegästen. Für Taucher gibt es in etwa 150m Entfernung genau eine Einstiegsstelle. Bei diesen sommerlichen Temperaturen sind wir nicht allein am kühlen Naß. Das Wasser schimmert klar und erfrischend. Wir freuen uns und wollen nur noch eintauchen.

Sonnenbarsche und Makrophyten

In Rekordzeit haben wir uns in die angemessene „Sommerbekleidung“ gehüllt, die Wegstrecke zurückgelegt und sind abgetaucht. Herrlich! Ein wenig in Richtung Seemitte und dann die rechte Uferkante entlang. Maximal erreichen wir 10m. Die Sicht ist gut. Wir tauchen über einen Teppich von verschiedenen Unterwasserpflanzen. Leuchteralgen, Tausendblatt und Tannenwedel recken sich zum Licht. Auffällig inmitten des Grüns die gelben Farbtupfer der schönen Wasserschlauchblüten an langen Blütenstengeln. Sonnenbarsche! Erstmalig bekomme ich Sonnenbarsche vor die Maske. Sie sind schön anzuschauen, auch in dem Wissen, dass diese Invasoren hier nicht hergehören und dem einheimischen Fisch konkurrieren. Ab der wievielten Generation darf man sich eigentlich „Einheimischer“ nennen ;-)?

Schwärme von Flußbarschen und Plötzen huschen durch das Dicht. Junge Hechte, sogenannte Grashechte nutzen die Armleuchteralgen als Deckung für die Lauerjagd. Alte, umgestürzte Bäume bieten der Unterwasserwelt einen mystischen Lebensraum. Ein schöner Baggersee. Es gibt allerdings auch Kahlstellen inmitten des Grundrasens zu entdecken, durchpflügte Kieshänge überwachsen von Bakterien. Das Gleichgewicht ist schnell gestört.

Wir beenden den ersten Tauchgang unserer Baden-Württemberg Tour. Am Auto angekommen, beschlossen wir spontan ob der Hitze und des schönen Wassers, einen zweiten Tauchgang entlang des linken Ufers gleich hinten anzuhängen.

Wir treffen Gleichgesinnte, klönen, genießen die gemeinsame Zeit und kehren auf ein Dekobier in einen nahegelegenen Biergarten ein. Ein schöner, erster Tauchtag im Süden Deutschland. Ein schöner Baggersee in Baden-Württemberg.

Unterwasserimpressionen Baggersee Büchenau

Wer kennt den Baggersee Büchenau?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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