Tauchrevier Deutschland im Interview mit "Der Taucherblog"

2014 Werbellinsee IX

20.09.2014, Werbellinsee (Brandenburg), Teil2

Nachdem unsere Suchexpedition erfolgreich war, habe ich mir einen schönen Entspannungs-TG am Westufer gegönnt. Es herrscht noch großes Treiben im Wasser, Vorbereitungen auf den Herbst. Schwärme von halbstarken Flußbarschen und Plötzen unter ständiger Beobachtung von großen Räubern aus gut gewählter Deckung. Der ein oder andere Flußkrebs ware emisg mit Futtern beschäftigt. Selbst Steinbeißer haben sich tagsüber auf ihrer Sonnenbank gezeigt. Die Pflanzenwelt verabschiedet sich vom Sommer und entlässt dabei ihre Sämereien. Die Generation der nächsten Saison ist gesichert. Verschiedene Armleuchteralgen und Laichkräuter, Horn- und Tausendblatt, Wasserpest, sowie Hahnenfuß und Krebschere bilden ein ausgewogenes Pflanzen-Potpourri zur Freude des Betrachters. Unsere #Tauchreviere sind schön.

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2014 Werbellinsee VIII

20.09.2014, Werbellinsee (Brandenburg)

Mission completed – Plattform gefunden.
Nachdem wir nun zweimal die besagte Plattform am Einstieg Dornbusch nicht gefunden hatten und fast verzweifelten, war der heutige TG erfolgreich. Da wir einen längeren Aufenthalt auf ca. 40m planten, führten wir EAN50 als Dekogas mit. Zunächst sind wir zur Orientierung zum Kaffenkahnwrack (85Grad), vom Bug bis zum Heck auf knapp 40m und anschliessend Kurs 80 Grad. Und siehe da, nach nur etwa 1-2min schimmerte das Metallgerüst im Schein unserer Lampen. Ganz klar sind wir bei unseren vorherigen TG’en immer rechts vorbei geschrammt. An der Plattform erwartete uns ein „Lonly Diver“ in voller Ausrüstung, eine goldene Gallionsfigur und ein deutliches Hinweisschild. Alles ganz nett anzuschauen, aber ist mit dem heutigen Besuch abgehakt. Erfreuen kann ich mich dort unten an den vielen Kaulbarschen. Manchmal liegen sie wie auf eine Perlenkette gereiht am Grund. Und mir scheint, der Kopf zeigt immer in Richtung Land. Eine gute natürliche Navigationshilfe ;-). Bojeschiessen und ein paar Skills ließen die Dekouhr schnell ablaufen. Schöner TG bei bestem Tauchwetter.

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2014 Straussee XIV

13.09.2014, Straussee (Brandenburg)

Flaschen sind leer, daher muss in einem See mit Infrastruktur getaucht werden. Was lag näher, als dem Haussee einen Besuch abzustatten und mit 135min einen ausgedehnten Unterwasser-Spaziertauchgang hinzulegen.

Es wird herbstlich. Das dominierende Grün von Horn- und Tausendblatt wird welk, Weißfischschwärme versammeln sich, um bald hinabzusteigen. Lauerjäger sehen gut genährt aus und kommen sicher gut über den Winter. Auffällig viele Kleinaale luken aus verschiedenen Ritzen und Löchern hervor. Neubesatz des Fischers?

Auch die großen Populationen von Süßwasserpolypen sind mittlerweile verschwunden. Mir schien es, als wenn sich zunächst die Fangarme zurückbilden und der Polyp dann abstirbt. Allein die rosafarbenden Süßwassergarnelen wuseln aufgeregt in ihren dunklen Verstecken hin und her.

Das Tauchrevier Deutschland ist so spannend. Tauchen im Straussee. Tauchen in Brandenburg.

Unterwasserimpressionen – Tauchen im Straussee

Kennt Ihr denn Straussee auch?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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2014 Werbellinsee VII

07.09.2014 Werbellinsee (Brandenburg), Teil 2

Die Deko des gestrigen Tauchganges nutzten wir natürlich, um uns ein wenig bei der einheimischen UW-Flora und Fauna umzuschauen. Generell lässt sich auch hier erkennen, dass der Herbst Einzug hält. Die Wasserpflanzen geben sich dem Verfall hin und sichern so die Nährstoffe für die nächste Generation. Das Leben ist ein Kreislauf. Der Werbellinsee besitzt eine vielfältige Flora, Krebsschere, Froschlöffel, Wasserpest, Armleuchterlagen, Tausenblatt, Laichkraut u.v.m. Für mich sieht die UW-Welt hier in Ordnung aus. Die heimischen Räuber Hecht und Barsch nutzen jede Gelegenheit für den großen Fang, bevor das Angebot nachlässt.

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2014 Werbellinsee VI

07.09.2014, Werbellinsee (Brandenburg)

Heute haben wir mal wieder unsere Ladies ausgeführt und dem altbekannten Kaffenkahn am Dornbusch des Werbellinsees einen Besuch abgestattet. Der See empfing uns mit echtem Sonntagswetter. Die Sichtverhältnisse waren ganz gut. Vom Heck des Kahns in Richtung 100Grad machten wir uns erneut zur Plattformsuche auf. Keine Plattform, aber ein Kinderlaufrad haben wir entdeckt. Ich befürchte ja, dass wir der besagten Plattform schon sehr nahe waren. Die Dekouhr tickte. Auf dem Rückweg noch einmal am Wrack vorbei geschaut und im Mastkasten nicht den vielbesagten Wels, sondern eine neugierig schauende Aalquappe gefunden. Tauchen im #Tauchrevier Deutschland ist schön. Ein neues Hinweisschild am Einstieg machte uns auf eine Initiative „Projekt Safety Dive“ der Barnim Fun Diver aufmerksam. Jeder Einstieg ist jetzt eindeutig mit einer Identnummer gekennzeichnet und hilft den Rettungskräften schnell den möglichen Unfallort aufzufinden. Eine gute Sache!

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2014 Kleiner Lankesee

06.09.2014, Kleiner Lankesee (Brandenburg)

Heute habe ich mich einer naturschutzkundlichen Gewässeruntersuchung angeschlossen. Unter der Obhut von „Tauchen für den Naturschutz“ und dem NABU galt es lebensraumtypische Habitatsstrukturen, „Störanzeiger“ und Beinträchtigungen zu bestimmen.

Objekt der Untersuchung war der Kleine Lankesee bei Löwenberg. Das Gewässer ist ein Kleinod inmitten eines wunderschönen Forsts. Unter Wasser sah es ein wenig unromatischer aus. Die Sicht etwa 1-2m. Bis zu einer Tiefe von 2m säumt das Ufer eine beinah pflanzenleere Sand/Kieszone. Vereinzelt dominieren das Rauhe Hornblatt und das Ähren-Tausendblatt.

Sporadisch zeigen sich zur Freude Nixkraut, Wasserpest und Armleuchteralgen. Auffällig viele, große Teichmuscheln lugtem aus dem Sand und spuckten vulkangleich das filtrierte Wasser aus ihrem Schlot.

Ab 2m bis 6m Tiefe liegt ein mächtiger Algenteppich, der Konkurrenten keinerlei Wachstumschancen bietet. Mein gesamter Arm verschwand in ihm, ohne dass ich dabei den Boden berührte. Kleine Flussbarsche und ein großer Hecht sorgten für ein wenig Abwechslung.

Die Auswertung der Ergebnisse ergab dann auch nur das Pädikat C – mittel bis schlecht. Abschliessend hörte ich Aussagen wie: „Das Gewässer hat Potential“ ;-).

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Teichfrosch (Pelophylax)

Teichfrosch (Pelophylax)

Wer hat diesen hübschen Vertreter der Amphibien noch nicht gesehen?

Der Teichfrosch ist ein „Echter Frosch“ und sehr häufig an und in unserem Tauchrevier anzutreffen, denn Wasser und deren Uferzonen ist sein Lebensraum. Da wundert es nicht, dass diese Art zur Gattung der Wasserfrösche zählt. Seine grün bis türkise Färbung mit leichtem schwarzen Muster machen ihn unverwechselbar. Die Unterseite des Frosches hingegen ist hell bis weiß.

Während die Teichfrösche durchaus den Winter im Schlamm auf dem Grund des Sees überdauern können, steigen sie mit der wärmenden Sonne im Frühling aus dem Naß, um sich von der Frühlingssonne auf Betriebstemperatur bringen zu lassen. Das über den Winter verblasste Hautkleid erstrahlt bald wieder im leuchtenden Grün. Im April beginnt dann die Paarungszeit und Laichablage. Große gallertartige Laichklumpen werden in Ufernähe auf und an Wasserpflanzen ausgebracht. In wenigen Wochen schlüpfen dann die Larven und wachsen zu den uns bekannten Kaulquappen heran. Mit ein wenig Glück kann man sowohl den Frosch auch die Kaulquappen bei Tauchgängen im Tauchrevier beobachten.

Der Teichfrosch ein echter Wasserfrosch

Als gut getarnte Lauerjäger verharren sie stundenlang regungslos am Ufer und warten auf ihre Freßgelegenheit. Selbst vor der eigenen Art machen sie nicht Halt. Kannibalismus bei Teichfröschen Und ich war Augenzeuge. Selbst gehören die Lurche auf dem Speiseplan von Raubvögeln, dem Reiher und Weißstorch, aber auch Ringelnattern und Ratten stellen diesem Gesellen nach.

Im Sommer sind ihre Rufe gut zu hören. In ihre kleinen Hautsäcken unterhalb des Trommelfelles pumpen sie Luft und erzeugen damit das typische, durchdringende Quaken. Beginnt ein Frosch, so stimmt bald der ganze See für eine kurze Zeit ein.

Der Teichfrosch im Tauchrevier Deutschland

Weitere Amphibien/Reptilien im Tauchrevier Deutschland

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Ringelnatter (Natrix natrix) Die in Deutschland weit verbreitete Ringelnatter (Natrix natrix) mit ihren markanten gelben Mondsicheln am Kopf gehört zu der Familie der Nattern und liebt wie wir Taucher das Wasser,...

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2014 Straussee XIII

25.08.2014, Straussee (Brandenburg)

Bevor es morgen wieder ins Büro geht, musste ich einfach noch einmal abtauchen. Also schnell einen kleinen Abstecher nach Strausberg. Abtauchen im Tauchrevier Deutschland.

Das Motto im See war heute: „In der kleinsten Hütte ist noch Platz“.

Unterwasserimpressionen

Kennt Ihr denn Straussee auch?

Freue mich auf eure Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Links und Bilder.

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Kontakt:

Mario Merkel, Tauchrevier Deutschland

buddy [at] tauchrevierdeutschland.de