Tauchrevier Deutschland im Interview mit "Der Taucherblog"

2014 Kleiner Lankesee

06.09.2014, Kleiner Lankesee (Brandenburg)

Heute habe ich mich einer naturschutzkundlichen Gewässeruntersuchung angeschlossen. Unter der Obhut von „Tauchen für den Naturschutz“ und dem NABU galt es lebensraumtypische Habitatsstrukturen, „Störanzeiger“ und Beinträchtigungen zu bestimmen.

Objekt der Untersuchung war der Kleine Lankesee bei Löwenberg. Das Gewässer ist ein Kleinod inmitten eines wunderschönen Forsts. Unter Wasser sah es ein wenig unromatischer aus. Die Sicht etwa 1-2m. Bis zu einer Tiefe von 2m säumt das Ufer eine beinah pflanzenleere Sand/Kieszone. Vereinzelt dominieren das Rauhe Hornblatt und das Ähren-Tausendblatt.

Sporadisch zeigen sich zur Freude Nixkraut, Wasserpest und Armleuchteralgen. Auffällig viele, große Teichmuscheln lugtem aus dem Sand und spuckten vulkangleich das filtrierte Wasser aus ihrem Schlot.

Ab 2m bis 6m Tiefe liegt ein mächtiger Algenteppich, der Konkurrenten keinerlei Wachstumschancen bietet. Mein gesamter Arm verschwand in ihm, ohne dass ich dabei den Boden berührte. Kleine Flussbarsche und ein großer Hecht sorgten für ein wenig Abwechslung.

Die Auswertung der Ergebnisse ergab dann auch nur das Pädikat C – mittel bis schlecht. Abschliessend hörte ich Aussagen wie: „Das Gewässer hat Potential“ ;-).

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2014 Senftenberger See

03.08.2014, Senftenberger See (Brandenburg)

Der Senftenberger See, ein gefluteter alter Braunkohletagebau, gehört zum Lausitzer Seenland.

Im Norden des Sees grenzt die namensgebende Stadt Senftenberg mit dem neu errichteten Stadthafen. Der Süden, liebevoll Südsee genannt, ist weitestgehend unbebaut und wunderschön. Der Blick von dort auf die Stadt ist durch eine langgestreckte Insel versperrt. Die Insel ist Naturschutzgebiet (NSG) und darf nicht betreten werden.

Die Südsee ist das Zuhause zweier Tauchvereine, dem Tauchverein DINO e.V. und dem Tauchsportverein Senftenberg e.V. Der Verein DINO war uns ein freundlicher Gastgeber. Das Vereinshaus und das angrenzende Gelände sind eine wahre Oase. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Wer hätte das gedacht?

Der Ursprung des Gewässer ist der Grund für einen hohen Eisenoxidgehalt. Fische sind hier kaum anzutreffen und auch die Pflanzenwelt ist spärlich. Im Flachbereich sonnen sich Algen und durchziehen wasserfallartig die Steine der Uferbefestigung. Auffällig hier die Dominanz eines Schwimmkäfers. Er ist beinah überall anzutreffen.

Entlang der ersten Bruchkante auf 7-8m trifft man auf allerlei künstliche Highlights. Zwei kleine Wracks runden den Tauchgang linkseitig ab. Leider war die Sicht in dieser Tiefe nicht sehr berauschend, so dass kaum Bilder enstehen konnten.

Tauchen im Tauchrevier Deutschland immer ein Erlebnis. Tauchen im Senftenberger See.

Unterwasserimpressionen – Tauchen im Senftenberger See

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2014 Steinbruch Pretzien

29.03.2014, Steinbrüche Pretzien (Sachsen-Anhalt)

Letzte Woche noch Tauchen in Sachsen, heute Tauchen in Sachsen-Anhalt. Wir besuchten die Basis Wassermann an den Pretziener Quarzit-Steinbrüchen.

Drei Seen in einem Tauchgang betaucht, wer kann das schon behaupten. Die drei Brüche Steinbruchsee, Tiefer See und Blauer See sind unter Wasser miteinander verbunden und können so sehr gut durch das Umrunden einer Halbhinsel gesamtheiltich betaucht werden.

Das Wasser ist recht milchig. Die Sichtweiten etwa 2-3m. Unter 20m ist die Temperatur 4-5 Grad.

Das Tauchrevier wartet sowohl mit schroffen Steilkanten als auch mit kleinen Unterwasser-Wäldchen auf. Bekannt ist Pretzien für seine mit langen Algen behangenen knorrigen Bäume, die dem ganzen etwas Märchenhaftes verleihen. Fischen sind wir nicht begegnet, aber ich denke, einer der eingesetzten Störe hat uns bestimmt gesehen.

Tauchen in Sachsen-Anhalt. Tauchen im Steinbruch Pretzien.

Unterwasserimpressionen – Steinbruch Pretzien

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2013 Steinbruch Pretzien II

12.10.2013, Steinbruch Pretzien (Sachsen-Anhalt)

Heute waren im Tauchrevier Sachsen-Anhalt unterwegs. Tauchgänge in den ehemaligen Quarzit-Steinbrüchen sind geplant. Drei Steinbrüche liessen drei Seen entstehen – Steinbruchsee, Tiefer See, Blauer See, die jedoch eine Wasserfläche bilden.

An der Basis der „Wassermänner“ wurden wir herzlich begrüßt. Wir waren die einzigen Gäste, hatte die Steinbrüche somit für uns allein. Dennoch wurde der Kamin angeheizt, der Kompressor gestartet und die Kaffeemaschine angeschmissen. Steffen und Frau boten einen tollen Service.

Tauchen im Steinbruch Pretzien

Ein Blick in die Kessel steigerte die Vorfreude – klares, blaues Wasser. Die Steinbrüche sind alle miteinander verbunden, man kann also von einem in den anderen bei einer Tiefe von etwa 3-5m tauchen.

Der erste Tauchgang führte uns somit auch durch alle drei Seen. Beim zweiten Tauchgang umrundeten wir den Steinbruchsee in Richtung West. Das Wasser war bis etwa 12m herrlich klar und hatte seine typische türkise Färbung. Tiefer wurde es milchig, bei 21m wurde die Sicht dann regelrecht schlecht.

Die mit Fadenalgen behangenen Bäume sehen bizarr aus. An den Steilwänden erinnern die Fadenalgen an einen Wasserfall. 18 Störe sollen die Steinbrüche beherbegen. Wir haben ganz genau keinen gesehen. Es kam uns nicht ein Fisch vor die Maske.

Das Tauchen in den Steinbrüchen Pretziens war dennoch ein tolles Erlebnis.

Unterwasserimpressionen – Steinbruch Pretzien

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Kontakt:

Mario Merkel, Tauchrevier Deutschland

buddy [at] tauchrevierdeutschland.de